Berufliche Neuorientierung in der Lebensmitte

Die Lebensmitte, wann ist das?

Für manche beginnt sie Mitte Dreissig, für andere später.

Welche individuellen Herausforderungen erwarten uns in der Lebensmitte?
Sicher ist, dass die Zeiten der gradlinigen Lebensläufe vorbei sind – innerhalb der mittleren Erwerbsphase gibt es viele mögliche Brüche und Übergänge. Das führt dazu, dass die Auseinandersetzung mit biografischen Einschnitten erwartbar wird: Nicht mehr stabile Firmenzugehörigkeit verbürgt Kontinuität, sondern die immer wieder neue Ausrichtung auf biografische Verläufe und Ziele. Für jede/n Einzelne/n heisst das mehr individueller Entscheidungsbedarf, mehr Verantwortung für das Selbstmanagement.

Wovon hängt das Gelingen der Neuorientierung ab?

Es gibt äußere Faktoren, die Sie nicht beeinflussen können – schwache Märkte zum Beispiel. Diese Faktoren sollten Sie kennen – in einer Beratung kommen sie zur Sprache. Ihre neue Richtung sollte gute äussere Rahmenbedingungen haben – wer sich z.B. selbstständig machen möchte, klärt diese Fragen mit einem Businessplan. Die inneren Faktoren – welche fallen Ihnen da ein? – steuern Sie, eventuell mit Unterstützung Ihres Coaches, selbst.

Wie kann ich mit einem Coaching neue Perspektiven für mich finden?

Jede berufliche Neuorientierung ist ein individueller Prozess. Sie begeben sich auf eine Reise, ohne den Ankunftsort genau zu kennen. Genau so, wie Sie einen Schritt vor den anderen setzen, ist es im Coaching sinnvoll, durch aufeinander aufbauende Phasen „zu gehen“.

Wer sich mit Perspective Coaching zu neuen – noch unbekannten – Zielen aufmacht, wird zunächst eingeladen zur Bestandsaufnahme: Welche Umstände haben Sie veranlasst, sich auf den Weg zu machen – sind diese Umstände fremd- oder selbstinitiiert? Wir blicken gemeinsam in den Rückspiegel und fragen z.B.:

  • Was haben Sie an Ihrer bisherigen Tätigkeit besonders geschätzt, was nicht?
  • Welche Strategien haben Sie bisher angewendet, um Krisen in Ihrem Leben zu bewältigen?
  • Welche Ressourcen stehen Ihnen momentan für Ihre Neuorientierung zur Verfügung – wer aus Ihrem persönlichen Umfeld wird Sie auf Ihrem Weg unterstützen?

Entscheidend auch, wie gehen Sie mit Ihrem Älterwerden um, an welchen Leitwerten haben Sie Ihre Lebensplanung bisher ausgerichtet? Der Blick in den Rückspiegel ist wichtig, um sich verabschieden zu können von einer Lebenszeit. In dieser Beratungsphase sammeln Sie sich und Ihre Kräfte und entscheiden, was aus der Vergangenheit Sie mitnehmen möchten und was nicht.

Dann der Blick auf Ihre Aufstellung jetzt:

  • Wer steht da am Neu-Start, welche Stärken und Schwächen haben Sie?
  • Welche ich-, soziale und welche fachlichen Kompetenzen haben Sie? Wie wichtig ist Ihnen Sicherheit?
  • Welche Hindernisse sehen Sie auf Ihrem Weg in die Zukunft?
  • Welche Pluspunkte und Kontakte können Ihnen den Weg ebnen?

Sie merken schon, der Übergang in die dritte Phase ist fließend. Dann nämlich geht es darum, an Ihrer Zukunftsvision zu arbeiten – oder sie, basierend auf den bisher erarbeiteten Inhalten, zu finden. Neue Perspektiven eröffnen sich, werden vorstell- und greifbar. Sie planen Ihren Weg und dank einzelner Etappenziele wird er auch in kleineren Schritten machbar. Vielleicht entdecken Sie während einer Coaching-Reise, dass Ihre ursprünglichen Zielvorstellungen sich geändert haben – dass Sie sich besser kennen als vorher und nun mit neuem, und trotzdem ganz eigenem Rüstzeug „unterwegs“ sind.