Downshifting

Runterschalten, das Leben entschleunigen – aber wie?

Cover des Buches DownshiftingSie fragen sich, ob Runterschalten oder Downshifting etwas für Sie wäre? Dann testen Sie das doch mit meinem Taschenguide – dort finden Sie alle wichtigen Fragen und Antworten zum Thema.

Was bedeutet „downshifting“?

Es bedeutet „runterschalten“ in mehrfacher Hinsicht: Einmal, um Stress aus dem Berufsleben herauszunehmen. Zum anderen, um zu überprüfen, was man wirklich braucht im Leben – einen hochbezahlten 14-Stunden-Job oder eine Stelle mit mehr Freizeit und mehr „Sinn“? Mehrere Autos oder keins oder ein umweltverträglicheres? 50 Paar Schuhe oder nur 5? Tausend Business-Kontakte oder wenige gute und einen zuverlässigen Freundeskreis?

Wie kann man sich diesen Trend erklären?

Der meines Erachtens deutlichste Grund: Nicht nur unser Planet, sondern auch unsere Arbeitswelt leidet unter „Überhitzung“. Immer weniger Berufstätige erledigen immer mehr Arbeit, bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung. Sie bekommen für ihre Zeit viel Geld. Dafür werden teure Wellness-Urlaube gekauft, um sich vom Arbeitsstress zu erholen. Ein Teufelskreis, finden immer mehr Menschen, die sich zum Downshiften bekennen und eine Spitzenposition gegen einen einfachen Job eintauschen. Zeit ist das eigentliche Luxusgut, das keine Währung der Welt kaufen kann. Menschen, die downshiften, stellen die folgende Gleichung auf:

Weniger Arbeit = weniger Geld, aber mehr Zeit und Sinn.

Woher kommt die Bewegung?

Der Begriff sagt es ja schon: Aus dem anglo-amerikanischen Raum, irgendwann in den 1990ern fing das an. In Grossbritannien ist Downshifting eine echte Bewegung geworden, die 40 Prozent der Bevölkerung unter 35 Jahren erfasst hat. Es gibt dort eine National Downshifting Week, bei der Einzelne und Unternehmen in unterschiedlichster Form „einen Gang runterschalten“. Offensichtlich hat sich dort in breiten Gesellschaftsschichten die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine „überhitzte“ Wirtschaft früher oder später kollabiert bzw. mit enormen Kosten im Gesundheitssektor zu rechnen hat.

Wie gehen wir in Deutschland damit um?

Hierzulande sind wir von solchen Einsichten weit entfernt, obwohl auch hier die Medienpräsenz der Downshifting-Themen steigt. Eine nationale „Entschleunigungs-Woche“ ist im Land der PS-Boliden und US-orientierten Multitasker momentan kaum vorstellbar.

Aber es kann unterschiedliche, individuelle Lösungen des „Überhitzungs-Problems“ geben. Wer downshiften will, muss nicht, wie etwa ein Auktionator bei Sotheby’s, sein ganzes Hab und Gut verkaufen und im Park schlafen.

Was kann ich tun, um einen oder ein paar Gänge runterzuschalten?

Wenn Sie auf der Suche nach so einer individuellen Lösung für sich sind, sollten Sie sich folgendes fragen:

  • Inwieweit möchte ich die Fremdsteuerung meines Berufslebens reduzieren?
  • Was ist mein grösster Zeitfresser?
  • Wenn das meine Arbeit ist, was kann ich tun, um das zu ändern?
  • Wenn die Arbeitszeit bei diesem Arbeitgeber „nicht zu reduzieren“ ist, welche Alternativen gibt es?
  • Was „brauche“ ich wirklich im Leben? Worauf kann ich verzichten?
  • Welche Kontakte und Beziehungen sind mir wichtig?
  • Was macht mir Spass und wofür möchte ich mehr Zeit aufbringen?
  • Was ist der Sinn meines Lebens?

Schwierig, sagen Sie? Zu philosophisch? – Dann sind Sie kein Downshifter.

Aber wenn Sie diese Fragen anpacken wollen, tun Sie es, so konsequent wie möglich. Und wenn Sie dabei professionelle Unterstützung brauchen, holen Sie sich welche! Ich freue mich über Ihre E-Mail oder Ihren Anruf.