Den Traumjob finden – wie geht das?

„… und wovon träumen Sie nachts,“ das ist die Frage, die eine oder einen wieder schnell auf den Boden der Tatsachen zurück bringt, wenn es um „Traumpartner, Traumhaus, Traumjob“ geht.

Die drei Begriffe zeigen, wie hier in allen möglichen Lebensbereichen „geträumt“ wird, also von einem „Ideal“ ausgegangen wird, das zum „Träumer“ passen soll. Und ja, ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? Wer so einen Trauminhalt sucht, ist offenkundig ein Träumer… wobei hier nichts gegen gelegentliches Träumen einzuwenden ist, gegen ständiges aber schon…

Um es also ganz klar zu sagen: Auf die oben genannte Frage gibt es aus Sicht eines Coaches zwei Antworten:
1. Man findet den Traumjob, indem man genau weiß, wovon man träumt. Ein Widerspruch an sich. Genau das ist nämlich meist ziemlich nebulös. Da heißt es, „ich weiß es, wenn er – Traumjob/ oder Partner – mir begegnet…“ ach jaaa. Da erfüllt sich ein Wunsch von außen, ohne eigenes Zutun. Das klingt danach, als ob sich jemand unbewusst ein klitzekleines Hintertürchen offen hält: Die unsanfte Landung, das unerfreuliche Erwachen – dann wird die Sache ganz plötzlich zum Albtraum, aber dafür kann ein Träumer natürlich nichts…

2. Man hört (s.o.) auf, zu träumen. Man macht sich klar, was man beruflich braucht, was es am Markt gibt und welche Schnittmengen es zwischen beidem gibt. Man übernimmt Verantwortung für berufliche Entscheidungen und ihre Konsequenzen. Dabei kann man sich natürlich auch Unterstützung holen….

Das tolle Angebot ausschlagen?

 

Da ist es, das Angebot, auf das man so lange gewartet hat. Der Riesen-Karrieresprung, ein Angebot, das „man nicht ausschlagen kann“ . Die Arbeitsbedingungen sind klasse, das Geld stimmt, alles prima. Nur einen Haken gibt es: Ein  Umzug wäre erforderlich. Von Süd- nach Nord, von West nach Ost oder anderswohin. Jedenfalls weg aus der gewohnten Umgebung, weg von der Familie, weg von Freunden.

Und plötzlich ist da dieses Bauchgefühl, das sagt „das will ich nicht“. Ich möchte bleiben. Ich möchte kein Jobnomade werden und meine privaten Beziehungen aufs Spiel setzen. Aber den „Traumjob“ zuhause gibt es nicht – was also tun?

Mit genau dieser Frage kam mein Klient in die Beratung . Er hatte sie schon eine Weile hin- und her bewegt, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. All die Pro-und Contra-Listen hat er gemacht, die seit Benjamin Franklin als Weg zur Entscheidung empfohlen werden, aber immer noch flüsterte ihm eine innere Stimme zu: „Ja…. aber!“

Gemeinsam ist es uns gelungen, den Teufelskreis aufzubrechen. Ein Perspektivwechsel hat das ganze innere Hin und Her aufgelöst. Die Entscheidung ist da – jetzt kann wieder gelebt werden.

http://www.pflegewiki.de/wiki/Personalentscheidungen_und_Bauchgef%C3%BChl

So finden Sie Ihren „Traumjob“

Jaaa, es gibt ihn, den Traumjob, den Traumurlaub, den Traummann, die Traumfrau, das Traumhaus… in unseren Träumen!

Ehrlich gesagt, so träume ich nie. Der Verdacht beschleicht mich, dass dieses „Traum-Konstrukt“ ein Produkt jener Imaginations-Fabriken ist, die sich Medien nennen. Bestimmt gibt es Fachbücher mit dem Titel „So finden Sie Ihren Traumjob“ oder wechselweise „…Ihren Traumpartner“. Allerdings  scheint dabei eins vergessen zu werden: Ein Traum ist eben ein Traum. Danach wacht man auf und findet etwas ganz anderes vor.

Sollen Menschen nicht träumen dürfen? Klar sollen sie das. Nur, wenn es um ihre Lebens-, und Karriereziele geht, wäre es vielleicht angebrachter, die Vorstellungskraft etwas pragmatischer zu lenken…

Nämlich zu „erreichbaren Karrierezielen“. Den Weg zu erreichbaren Zielen kann man dann gut planen und in überschaubaren Zwischenzielen durchführen. Damit aus der Vorstellung Wirklichkeit wird und kein Traum zerplatzt….