Typisch deutsch: Die Selbständigkeit soll schwieriger werden

Im Januar 2013 soll im Deutschen Bundestag ein umfassendes Rentenreformpaket beschlossen werden, das eine Rentenversicherungspflicht für Selbständige beinhaltet. Die Veränderungen zielen hauptsächlich auf junge Gründer, die künftig einen einkommensunabhängigen monatlichen Beitrag von ca. 400 EUR zahlen sollen.

Nachdem Deutschland mit der Bereitschaft für die Selbständigkeit ja in Europa ohnehin im unteren Drittel liegt, scheint mir diese Maßnahme besonders geeignet, die Attraktivität dieser selbstbestimmten Arbeitsform zu steigern…

Mehr Informationen dazu.

Näheres zur Petition, um dies zu verhindern.

Downshifting, erlebt und zum Nachlesen

Ist Downshifting in Zeiten staatlich verordneter Kürzungen überhaupt noch ein Thema?, wurde ich kürzlich in einem Interview gefragt. Gerade wenn man das Leben als überwiegend fremdbestimmt erlebt, ist es ein Thema, war meine Antwort. Und in so genannten Krisenzeiten ist diese Fremdbestimmtheit besonders stark: Man macht Kompromisse, die man sonst nur als  faule bezeichnen würde, man schenkt dem Arbeitgeber Überstunden, weil man meint, nur so den Arbeitsplatz erhalten zu können, und so weiter und so fort. Ein selbstbestimmtes Leben sieht anders aus.

 Glücklicherweise sehen das die Meinungsmacher auch so und zeigen uns immer wieder Einblicke in das Leben von erfolgreichen Downshiftern. So kürzlich wieder der WDR 5 mit einem Portrait des seit dreißig Jahren in Köln lebenden Briten John Sykes – schauen Sie doch mal vorbei.