Alles auf Autopilot – aber wohin geht die Reise?

Der Jahreswechsel ist um, der Alltag hat uns wieder – alles ist wie immer. Man werkelt jeden Tag so vor sich hin, die Zeit fliegt. Das Meiste läuft „auf Autopilot“ – mechanisch, nebenher, weil es Energie spart. Denn Zeit und Energie zu sparen, „es bequem zu haben“, das ist eine „Top Prio“, der sich alles andere unterzuordnen hat. Da passt Nachdenken, sich selbst und die eigene Situation von außen betrachten, eher nicht ins Konzept. Ist unbequem. Und nachdem es zu einem Gesellschaftsspiel geworden ist, zu meinen, „nicht ich, die anderen sind schuld“, im Straßenverkehr etwa, fällt das auch gar nicht auf. Verantwortung übernehmen, das scheint für eine Generation Autopilot uncool. Regelbruch ist chic geworden, „me first“. Die „Verrohung der Gesellschaft“ wird beklagt, aber schulterzuckend hingenommen – wer am Prinzip der Gegenseitigkeit festhält, gilt als Dino.

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