Dafür oder dagegen? Über das leidige Entscheiden

Es ist schon eine Krux mit dem Entscheiden. Jede Entscheidung für etwas ist auch eine gegen etwas. Und nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung.
Man kommt einfach nicht drum rum im Leben. Positiv ausgedrückt heißt das, ich habe die Wahl. Aber für manch einen bedeutet das, ich habe die Qual der Wahl.
Die wenigsten fühlen sich nämlich wohl beim Entscheiden. Sie ziehen „Entscheidungen von der Stange“ vor – bei der Berufswahl etwa. Da nimmt man einfach Berufe, die „gefragt“ sind, also von vielen gewählt werden. Was für viele richtig ist, kann für mich doch nicht falsch sein. Oder?
Irrtum. Und wenn sich dann herausstellt, dass man zum Beispiel gar nicht gut kann mit zappeligen Drittklässlern, dann ist es meist schon sehr, sehr spät. Zu spät manchmal, um noch einen anderen Kurs zu finden.
Aber wie soll oder kann man es lernen, das „Richtig Entscheiden“?
Dieser Frage widmet sich bald die Ausstellung „Entscheiden“ in Mainz, die am 1. Oktober beginnt.
Aus meiner Sicht ist sie – da schon erfolgreich andernorts gelaufen – auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber vielleicht ist das eine Fehlentscheidung… was meinen Sie?