Beruflicher Neuanfang, aber wie?

Was er jetzt ist, wollte er eigentlich nie werden, sagt mein Klient. Seine Eltern wollten, dass er das wird. Ähnlich geht es einer Klientin, die in den Beruf „irgendwie hinein geschlittert“ ist. Sie macht das jetzt seit 12 Jahren. Es hat längst aufgehört, ihr Spaß zu machen. Sie fragt sich, ob es nicht vielen jungen Leute ähnlich geht, weil sie „einfach kein Konzept“ haben, weder von sich, noch von dem Leben, das sie führen wollen. Die Frage nach einem möglichen beruflichen Neuanfang stellt sich erst, wenn man schon längst auf einem Gleis unterwegs ist.

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Wohin mit dem Frust bei der Arbeit?

Überall ist der Wurm drin. Prozesse laufen nicht so, wie sie sollen, Kollegen verhalten sich ablehnend und unkooperativ, altbekannte strukturelle Probleme bleiben unverändert, obwohl doch alle wissen, wie es besser ginge. Was tun, wenn der Frust bei der Arbeit zu überwiegen scheint, und man sich morgens schon wünscht, es wäre Abend?

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Mir fehlt berufliche Anerkennung

Es ist fast wie Liebesentzug, wenn bei der Arbeit die Anerkennung fehlt. Man strampelt sich ab, – schaut her, wie ich mich für Euch krumm mache! – legt noch eine Schippe drauf, das Resultat bleibt gleich – nichts. Da kann die Arbeit selbst noch so viel Spaß machen, wenn die Anerkennung ausbleibt, stellt sich ein ungutes Gefühl ein, nämlich Demotivation oder „die innere Kündigung.“
In manchen Fällen hat fehlende Anerkennung von Seiten des Arbeitgebers, ähnlich wie Liebesentzug, auch etwas Systematisches: „Ätsch, Du brauchst es, das weiß ich, aber Du kriegst es nicht! Ich lass Dich zappeln!“
Was macht man, wenn einem/ einer über längere Zeit so übel mitgespielt wird?
Man kündigt (die Beziehung auf).
Wenn Sie nämlich langfristig von Ihrem Arbeitgeber etwas fordern, was der nicht geben will, geben Sie ihm etwas: Macht über Sie, über Ihr Wohlbefinden. Sowas braucht kein Mensch.

Null Bock auf den Job – Motivationskrise

Mein Klient erwischt sich dabei, morgens bleischwer im Bett zu liegen – die Nacht war nicht erholsam, die Probleme am Job und er, sie lassen einander nicht los. Er sagt, er hat keinen Bock mehr, zur Arbeit zu gehen. Täglich erwarten ihn mehr Probleme als Lösungen.

Was tun?

Wer sich dazu im Internet umtut, findet  unter „der Chef will hinschmeißen“  diesen relativ frischen Artikel bei ZEIT-Karriere . Da empfiehlt eine Beraterin  dem betroffenen Vorgesetzten  ein vier-Punkte-Programm, um mit dem Motivationstief umzugehen. Hilft‘s?  Die Kommentare jedenfalls legen das Gegenteil nahe. Aber diese Erwartung ist auch einfach zu hoch gegriffen – Empfehlungen in einem Artikel können wohl kaum eine handfeste Motivationskrise lösen.

Interessantere Fragen blieben leider auch außen vor. Was, wenn mein Klient oder der Vorgesetzte im Artikel wirklich hinschmeissen würden? Brauchen sie dafür eine Erlaubnis von außen? Heißt „Hinschmeißen“ versagen? Oder Auf-sich-Achten? Kann man unter Stress die Folgen einer solchen Entscheidung überhaupt sehen? Oder steckt man dafür zu sehr im Nebel? Ist dann also weitermachen die einzige Alternative oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Mein Klient hat inzwischen seine Lösung gefunden – allerdings nicht in der Zeitung.