Neues aus Deutschland: Die Frau als Hauptverdienerin?

Kennen Sie eine Internetseite, die „Familienernaehrer.de“ heißt und bei der es um die Rolle des Mannes als Haupt-Brötchenverdiener geht?

Nein? Kein Wunder – so eine Seite gibt es auch nicht.

Schließlich gilt es in Deutschland immer noch als „normal“, daß der Mann die Familie finanziell ernährt. Die Frau schmeißt Haushalt und Familie und verdient vielleicht noch ein „Zubrot“ als schlecht bezahlte Teilzeitkraft.

Dieses  Rollenmodell ist jedoch in Bewegung gekommen, das konnte ich längst beobachten. Mir sitzen oft „starke Frauen“ gegenüber, die in ihrer Partnerschaft oder gar für die Familie den Löwenanteil erwirtschaften.  

Einfach ist das nicht. Mit so einem „Rollentausch“ (!!) erleben beide Partner nicht nur  Akzeptanzprobleme in ihrer Umwelt. Bei Männern wie Frauen nagt das Modell am Selbstverständnis und bei Frauen nagt es insbesondere am Geldbeutel: Denn immer noch verdienen sie in D bei gleicher Position bis zu 24 Prozent weniger als Männer. Da zahlt es sich immer noch aus, die „traditionelle Variante“ zu wählen…

Wundern wir uns also nicht darüber, dass es die Seite http://www.familienernaehrerin.de/ gibt. Immerhin, im fünfköpfigen Vorstand des DGB, der die Seite verantwortet, sitzen zwei Frauen…