Coaching ist doch eine Dienstleistung – oder nicht?

 

Die Stimme am anderen Ende der Leitung wurde lauter. „Na hören Sie mal, als Dienstleister hätte ich etwas mehr Entgegenkommen von Ihnen erwartet!“

Rechtlich ist Coaching eine Dienstleistung: Eine natürliche Person erbringt in einem bestimmten Zeitrahmen eine Leistung zur Deckung eines Bedarfs. Ergo ist der Coach ein Dienstleister.

Aber wie „dienstbar“ muss ein Coach sein, um eine gute Beratung abzuliefern?

It takes two to tango, heißt es so schön. An einem Coaching sind immer zwei beteiligt, der Klient oder Auftrag-, und Geldgeber  und der Coach als Auftrag-, und Geldnehmer.

Wes Geld ich nehm, des Lied ich sing?

Das Verhältnis zwischen den beiden Akteuren im Coaching ist gut als Waage vorstellbar, als ausbalancierte Waage: Eine Beziehung  „auf Augenhöhe“, also geprägt von Anerkennung und gegenseitigem Respekt. In einem so definierten Verhältnis wird keiner der beiden Beteiligten in irgendeiner Form vom anderen „Unterordnung“ fordern. Beide dürfen unbequem sein, aber der Coach muss bisweilen auch konfrontieren und Unangenehmes spiegeln. Das ist Teil des „Dienstes“, den ein Coach erbringt. Oder hatten Sie etwas anderes erwartet?