Wie setze ich die richtigen Prioritäten?

 

Neulich abends begegnet mir eine junge Frau, die Ohren verstöpselt, ihr Smartphone vor sich. Wir haben kurz Blickkontakt, sie geht bergauf weiter, ich bergab. Plötzlich ruft sie mir hinterher:

„Tschuldigung, wie heißt denn die Strasse hier?“

Ich sage es ihr, sie blickt mich erstaunt an. „Und wissen Sie auch, wo die XY-Strasse ist?“

Ich wusste es.

Frappiert sagt sie: „Da bin ich ja genau in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Eigentlich kenne ich die XY-Strasse nämlich…“ sprichts, verstöpselt sich wieder und geht in die von mir gewiesene Richtung.

Was will uns die Geschichte sagen? „Coaches wissen, wo’s lang geht?“

 Umgekehrt wird ein Schuh draus – viele Menschen wissen nicht mehr, wo’s lang geht, sie wissen nicht mehr, was wichtig ist für sie.

 „Ich könnte jetzt noch dies oder jenes machen, am liebsten aber beides. Aber dann komme ich nicht mehr hierzu….“

Prioritäten setzen heißt, sich entscheiden.  Wer alle Bälle in der Luft behalten will, möchte weiter spielen, Kind bleiben und sich nicht entscheiden.

 Entscheiden, Abwägen, Wichtig von weniger Wichtig zu unterscheiden, darum geht es in vielen Coachings. Aber erst im Nachhinein zeigt sich, ob die Prioritäten richtig waren. Oder ob Sie einen Umweg gemacht haben….