Berufliche Entscheidung- was soll ich tun?

Bei vielen Coachings geht es um das Für und Wider einer beruflichen Entscheidung. Wer sich für etwas entscheidet, entscheidet zugleich gegen etliches andere. Da liegt die Schwierigkeit. Es ist ja so schön, noch ein paar Bälle in der Luft zu haben. Man möchte doch Auswahl haben beim Entscheiden. Und in manchen Fällen führt das dazu, dass man lieber gar nicht entscheidet, oder das Entscheiden aufschiebt, bis sich „irgendetwas“ geändert hat. Da macht man auch nichts falsch… oder?

Alltagsentscheidungen sind unser täglich Brot, sie fallen leicht, wir denken gar nicht mehr lang darüber nach. Aber eine Entscheidung für oder gegen einen Job, den beruflichen Umstieg oder ähnliches sprengt den Rahmen unserer Entscheidungsroutinen.

Eine solche Entscheidung schüttelt man nicht unbedingt aus dem Ärmel, es sei denn, man hat schon lange auf sie hingearbeitet. Wer kontinuierlich eine bestimmte Position angestrebt hat, wird sie ohne langes Zögern annehmen, wenn das Angebot da ist. Von diesen Menschen heißt es dann, sie wissen, was sie wollen – sie sind auf die Entscheidungssituation vorbereitet.

Manche Entscheidungen brauchen einfach Zeit und vielleicht einen Sparringpartner, der neutral , strukturiert und aus unterschiedlichen Perspektiven mit auslotet, worum es geht. In dieser Phase der Abwägung dürfen wir ruhig auch mal nicht wissen, was wir wollen. Nehmen wir uns die Zeit, es herauszufinden.

Mehr übers Entscheiden

Dafür oder dagegen? Über das leidige Entscheiden

Es ist schon eine Krux mit dem Entscheiden. Jede Entscheidung für etwas ist auch eine gegen etwas. Und nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung.
Man kommt einfach nicht drum rum im Leben. Positiv ausgedrückt heißt das, ich habe die Wahl. Aber für manch einen bedeutet das, ich habe die Qual der Wahl.
Die wenigsten fühlen sich nämlich wohl beim Entscheiden. Sie ziehen „Entscheidungen von der Stange“ vor – bei der Berufswahl etwa. Da nimmt man einfach Berufe, die „gefragt“ sind, also von vielen gewählt werden. Was für viele richtig ist, kann für mich doch nicht falsch sein. Oder?
Irrtum. Und wenn sich dann herausstellt, dass man zum Beispiel gar nicht gut kann mit zappeligen Drittklässlern, dann ist es meist schon sehr, sehr spät. Zu spät manchmal, um noch einen anderen Kurs zu finden.
Aber wie soll oder kann man es lernen, das „Richtig Entscheiden“?
Dieser Frage widmet sich bald die Ausstellung „Entscheiden“ in Mainz, die am 1. Oktober beginnt.
Aus meiner Sicht ist sie – da schon erfolgreich andernorts gelaufen – auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber vielleicht ist das eine Fehlentscheidung… was meinen Sie?