Telefoncoaching – wenn nur die Stimme zählt

Egal, was man über Telefoncoaching liest, immer geht es zuerst um die Zeitersparnis:

Keiner der Beteiligten muss sich zu einem Beratungsraum begeben, beide können es sich bequem machen, die „Verbindung“ ist sofort da.

Man spart also in der Tat Zeit und Aufwand – für Klienten im Ausland oder in entfernten deutschen Städten ein Vorteil, wenn sie einen Spezialisten für ihr Anliegen brauchen.

Trotzdem: Aus meiner Sicht ist der Zeitgewinn nicht das Entscheidende.

Telefoncoaching ist ein anderes Genre.

Es funktioniert anders, man arbeitet anders.

Es gibt nur einen Kanal: Die Stimme. Wo sonst Körpersprache und Verhalten zusätzliche Hinweise geben, bin ich hier auf eine Kernkompetenz im Coaching angewiesen: Gut zuhören zu können.

Das heißt mehr als nur ab und zu „hmm“ zu sagen. Es geht darum, Nuancen zu erkennen, sich auf Klienten rein sprachlich „einzustimmen“.  Dazu braucht es Konzentration.  Auf der anderen Seite: Man kann die Füße bequem auf den Tisch legen, man ist in der vertrauten Umgebung, und kommt ohne Umwege zu Ergebnissen, eben weil man sehr konzentriert arbeitet.

Eine Stimme sagt ungemein viel.

Aber Sie müssen nicht unbedingt in London oder Berlin sein, um Telefoncoaching zu machen. Sie dürfen auch einfach nur „bei sich“ sein wollen.

Wie funktioniert das?

In einem telefonischen, für Sie kostenfreien Vorgespräch besprechen wir, was Sie vorhaben und wie wir das umsetzen könnten. Wir sprechen über die Beratung. Die rechtliche Grundlage dafür sind meine AGB, die ich Ihnen vor dem ersten Beratungstermin zusende.

Wenn beide Seiten mit Vorgespräch und AGB einverstanden sind, vereinbaren wir einen Termin – Sie rufen mich an und die Beratung beginnt. Ich reserviere Ihnen dafür einen Zeitraum von mindestens einer Stunde. Was darüber hinaus geht, wird in Viertelstunden-Schritten abgerechnet.

Nach dem Telefoncoaching bekommen Sie von mir eine schriftliche Nachbereitung und eine Rechnung für diesen Termin – also keine Verpflichtung für Folgetermine.

„Wenn ich gewusst hätte, wie einfach das ist, hätte ich viel früher angerufen …“, sagte eine Klientin zum Abschluss ihres Telefoncoachings.

Stimmt, so ist Telefoncoaching: Intensiv, zielorientiert und unkompliziert.

Klientenstimmen

Die folgenden Feedbacks sind Original-Texte meiner Klienten, die ich anonymisiert habe und mit Ihrer freundlichen Genehmigung hier veröffentliche.

Hilmar M., 43 Jahre, IT-Branche, gab mir die folgende mindmap als Feedback für mein Coaching:

mindmap

Feedback Karriereberatung

Liebe Frau Sponagel,

ich wollte mich nach nun gut 3 Monaten neuer Beschäftigung bei Ihnen melden. Ich hoffe Sie erinnern sich noch an mich, ich war die „Kandidatin“, die auf Suche nach einer Herausforderung war, nachdem mir eine Kündigung ausgesprochen wurde. Ich war recht kurz bei Ihnen zu sehr ergiebigen Sitzungen und möchte mich heute nach einer kleinen Zwischenbilanz recht herzlich bei Ihnen bedanken. Sie haben mein Bauchgefühl gestärkt und ich fühle mich derzeit angekommen und wünsche mir auch, dass es künftig so bleibt. Gerne möchte ich Sie aber nochmals für Gespräche nutzen, um langfristig auch als Führungskraft in neuer Position zu bestehen. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Reflexion und tolle Zusammenarbeit.

(A.K., 38 Jahre, Personalerin)

Liebe Frau Dr. Sponagel,

Dank Ihrer Hilfe und der eines externen Fürsprechers hat sich meine Position in der Firma wirklich nachhaltig verbessert. Das Kämpfen hat sich gelohnt – ich sitze jetzt fest im Sattel der Unternehmensleitung. Ich kann Ihnen nur wünschen, dass alle Ihre Klienten nach Ihrer Beratung wieder so in die Erfolgs- bzw. Zufriedenheits-Spur geraten, wie es bei mir gelungen ist.

(Michael L., 50 Jahre, Geschäftsführer)

Hallo Frau Sponagel,

ganz bewusst antworte ich Ihnen von dieser Arbeits-Adresse aus, denn das Coaching bei Ihnen im letzten Winter hat mich damals aus der Rolle der Leidenden in eine aktive Lage versetzt, die letztendlich zur Kündigung meiner damaligen Stelle und erfolgreicher Neubewerbung geführt hat.

Nach dem Coaching hatte ich ja alle Konfliktfelder in 3 (!) Gesprächen mit meinen Vorgesetzten ausführlich diskutiert, was diese (nach gemeinsamer Vorabstimmung) eigentlich nur dazu nutzten, mir noch einmal meine eng gesteckten Grenzen aufzuzeigen. Diese schonungslose Aussprache, die ohne das Coaching nicht stattgefunden hätte, war jedoch dringend nötig, denn danach stand für mich ganz klar die Kündigung fest.

(…) Betriebsklima, Arbeitsumfang/inhalte und eigenverantwortliches Arbeiten sind jetzt weit besser. (…)

In jedem Fall waren 2 Elemente im Coaching für mich wesentlich:

  • Bezüglich der alten Arbeitsstelle die grundlegende Frage „WILL ich diese Situation überhaupt?“ Und nicht wie bis dato eher leistungsdenkend „KANN ich diese Situation bewältigen?“, da mir ja immer vermittelt wurde, ich müsste dort einen Dauerkampf absolvieren, der mir nur meine eigene Unfähigkeit signalisiert, wenn ich ihn nicht gewinne. Um die Ungleichheit und Systematik in diesem Kampf zu erkennen, dafür war auch Ihre Buchempfehlung „Bürospiele“ gut!)
  • Die Ermunterung, das offene Gespräch zu suchen und Ihre nützlichen Regeln dafür.

In diesem Sinne bedanke ich mich noch mal

(Anne S.,  ca. 30 Jahre, Umweltspezialistin)

Eine neue Stelle? Mit 48 Jahren? In diesen Zeiten? Es geht! Nicht einfach so, aber durch die gründliche Analyse der eigenen Situation, meiner Ziele und des Arbeitsmarktes mithilfe der Karriereberatung war es machbar. Viele gute praktische Tipps, ungewohnte Sichtweisen, emotionale Unterstützung beim Beratungs-Prozess, die eigenen Stärken und Schwächen anzusehen und manches auszugleichen, Durcharbeiten schwieriger beruflicher Erfahrungen, Erkennen leichterer Wege, Suchen einer Balance zwischen Arbeiten und Leben – das alles führte nach kurzer Zeit zu vielen „Aha-Erlebnissen“ und dem hilfreichen Gefühl, dass mir jemand den Rücken stärkt. Vielen Dank!

(Beate H., 48 Jahre, Systemanalytikerin, zu meiner Karriereberatung)

 

Als ich merkte, dass meine „Ich-AG“ zur Sackgasse wird, habe ich Beratung gesucht. Mir schwammen buchstäblich die Felle weg – finanziell, aber auch meine Motivation war am Boden, meine Zeitverwaltung war ziemlich uferlos geworden. In der Beratung bekam alles auf einmal wieder Struktur: Es gab einen festen Kurs mit Zwischenzielen, die ich mir so allein nicht gesteckt hätte. Am Ende die grosse Überraschung: Ich habe wieder eine Festanstellung. Beim Gehalt musste ich gegenüber meiner früheren Position Abstriche machen, aber das nehme ich in Kauf: Die Arbeit entspricht mir und ich stehe jeden Morgen gern auf.

(Mathias M., 46 J., Bankkaufmann, zu meiner Karriereberatung)

Feedback Coaching

… dass mir das Coaching mit Wiebke Sponagel viele neue Erkenntnisse mit auf den Weg gegeben hat. Ich werde heute noch häufig von Freunden und Verwandten angesprochen, wie denn so ein Coaching abläuft. Die häufigste Frage lautet dann: „Und was hat Dir das alles gebracht?“ Ich antworte dann, dass es in meinem Fall zu einem sehr scharf umrissenen und klaren Bild von mir selbst und meiner Umgebung (Mitmenschen 😉 ) geführt hat. Außerdem hat es mir Werkzeuge an die Hand gegeben, die mir helfen, in verschiedenen Situationen (Belastungen, Freundschaften, familiäre Beziehungen …) Lösungen und Wege zu finden, die für mich und meinen Seelenfrieden gut sind. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass ich heute viele Menschen aufgrund ihrer Worte anders einschätze, als ich das vorher gekonnt hätte.

(Daniel F., Marketing-Manager (Europe) aus der Automobil-Industrie, 40 Jahre)

Als sich mein Arbeitgeber innerhalb kurzer Zeit in einem zweiten Fusionsprozess befand, obwohl der unmittelbar voran gegangene Unternehmenskauf noch nicht verarbeitet war, kam ich zu  Wiebke Sponagel bzw. Perspective Coaching.

Die Zielsetzung der Beratung war die Suche nach einem Berufsfernziel und dem Weg dorthin, aber auch die Analyse meiner aktuellen beruflichen Situation.

Die Fragen waren:

Bleiben oder gehen? Wo sehe ich Perspektiven? Fühle ich mich an die Firma gebunden? Wodurch? Wie verhalte ich mich in der unternehmenspolitisch angespannten Stimmung im Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen? Welche mittelfristige berufliche Lebensplanung sehe ich für mich? Spielt die Familienplanung eine Rolle? Wie stärke ich meine Durchsetzungsfähigkeit? Wodurch kann ich meine Work-Life-Balance verbessern? Wo sind meine Kraftquellen?

Ergebnisse des Coachings:

Die Beantwortung der aufgeführten Fragen hat mir eine bessere Vorstellung und Orientierung für meinen beruflichen und privaten Weg vermittelt.

Eine differenziertere Wahrnehmung des eigenen Verhaltens und des Verhaltens von Kollegen und Vorgesetzten vor dem unternehmenspolitischen Hintergrund hat sich eingestellt. In der Frage nach den Berufsfernzielen bin ich ein Stück vorangekommen: die Fortsetzung der eingeschlagenen Richtung, in Kombination mit einer berufsbegleitenden Fortbildung.

Nach einer Massenentlassung mit Sozialplan habe ich einen neuen Arbeitgeber gefunden und wurde in ein neues berufliches Umfeld aufgenommen.

Als Folge des Coachingprozesses habe ich meine Kommunikationsfähigkeiten verbessert und mich mehr als früher dem Netzwerken gewidmet. Ein kreatives Hobby und andere Kraftquellen habe ich wieder neu entdeckt. Zu einigen Ex-Kollegen und Kolleginnen besteht wieder ein lockerer Kontakt.

Fazit:

In einer beruflich schwierigen Situation war es äußerst hilfreich, eine Betrachtung durch unabhängige Dritte zuzulassen. Diese entlastete mein persönliches Umfeld und vermittelte mir eine distanziertere und strukturiertere Sicht auf die aktuelle Situation. Wiebke Sponagel setzt auf Methoden zur Reflektion von Situationen und Personen, zur Erforschung des eigenen beruflichen und privaten Hintergrundes und Umfelds. Die Erkenntnisse des Coachings waren wirksam bei der Integration in die neue berufliche Umgebung.

(Susanne S., Dipl. Kauffrau in weltweitem Energiekonzern, 36 Jahre)

Coaching

Coaching, von engl. „coach“, Kutscher, häufigste Variante: Sport Coach, für die emotionale und fachliche Vorbereitung auf Wettkämpfe; außerdem: Managementberatung, professionelle Unterstützung bei Selbstmanagement und Persönlichkeitsentwicklung

Coaching wie in „Perspective Coaching

  • Geführte Selbstreflexion, um an Problemen, Entscheidungen oder Zielen zu arbeiten
  • Prozessbegleitung
  • Unterstützung beim Entwickeln von individuellen Lösungen, Ergebnis-Verantwortung beim Klienten
  • keine Psychotherapie – zukunftsorientiert
  • Langzeitperspektiven für Ihre Lebensführung

Ein Cartoon über Coaching, vielleicht besser als viele Worte:

Woher weiß ich, ob der Personal Coach für mich der/die Richtige ist?

  • Der Personal Coach übt im Vorgespräch keinen Druck auf Sie aus, einen Beratungsvertrag abzuschließen
  • Der Coach bietet Ihnen einen kurzen individuellen Gesundheitscheck an, um Ihre körperlich-geistige Bereitschaft für das Coaching zu sichern
  • Der Coach beantwortet alle Ihre Fragen und fragt seinerseits nach Ihren persönlichen Erwartungen
  • Der Coach vermittelt nicht den Eindruck, im Besitz allgemeingültiger Wahrheiten zu sein und für jedes Problem der richtige Ansprechpartner zu sein.

Was kostet ein Coaching?

Das hängt von der Art des Coaching-Anliegens ab. Das Honorar wird vorher vereinbart – ich mache Ihnen gern ein individuelles Angebot.

Woher weiß ich, ob Coaching sich für mich eignet?

Coaching-Klienten sind bereit zur Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen und sollten psychisch gesund sein. Sie möchten erfahren, welche Gestaltungkräfte in ihnen ruhen und aktiviert werden können. Sie sind stark interessiert am Blick nach vorn.

Ein Vorgespräch kann die Realisierbarkeit Ihres konkreten Anliegens klären.

  • Der Coach fragt nach dem von Ihnen angestrebten Ziel. Er will wissen, woran Sie schließlich merken können, daß Sie dieses Ziel erreicht haben
  • Der Coach verdeutlicht die Regeln der Zusammenarbeit: Ihre Eigenverantwortlichkeit, Aufrichtigkeit, der Umgang mit Konflikten und Krisen während des Coachings, seine Verschwiegenheit, Bestandteile des
  • Coachingvertrags
  • Der Coach sagt Ihnen, ob er für Ihr Coaching-Anliegen zur Verfügung steht
  • Das Vorgespräch hat Sie inspiriert und zuversichtlich gestimmt.

Coaching und Karriereberatung

Foto Coach Dr. Wiebke Sponagel
Dr. Wiebke Sponagel

Herzlich Willkommen!

Ich biete Ihnen effektives Coaching in folgenden Bereichen:

Downshifting — runterschalten, das Leben entschleunigen — aber wie?

Cover des Buches Downshifting
Downshifting

Etwa ein Viertel meiner Klienten beschäftigt die Frage, wie sie selbstbestimmter leben und arbeiten können, drum habe ich zwei Bücher darüber geschrieben.

„Runterschalten! Selbstbestimmt arbeiten – gelassener leben“ (www.runterschalten-das-buch.de) ist inzwischen vergriffen, aber der Taschenguide „Downshifting“ ist noch erhältlich. Er gibt Ihnen Anregungen, den Weg aus dem Hamsterrad zu sich selbst zu finden, auch aus der Sicht von Menschen, die schon erfolgreich runtergeschaltet haben.

Neues rund um die Themen Coaching und Karriereberatung finden Sie in meinem Weblog, schauen Sie gerne hin und wieder vorbei. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Und wenn Sie Fragen oder Interesse an meinem Angebot haben, freue ich mich über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail!

Neuer Trend „Burnout-Coaching“?

Der Burnout ist in aller Munde. Es scheint trendy geworden zu sein, über „burnout“ zu reden, mitzuteilen, dass Bekannte einen hatten, oder sogar selbst betroffen gewesen zu sein. Der Begriff „burnout“  hat sich als feste Vokabel im Befindlichkeitsdeutsch etabliert.

Allerdings, obwohl alle darüber reden und die Medizin noch keine brauchbare Definition dafür geliefert hat: Das Phänomen „ausgebrannt-sein“ ist eine ernste Sache.  Wer davon betroffen ist, braucht eine Therapie, die „ans Eingemachte“ geht.

Da fragt sich, was denn das zur Zeit ebenfalls allgegenwärtige  „Burnout-Coaching“ sein soll. Aus meiner Sicht ein gefährlicher, weil missverständlicher Begriff. Denn ein Coach hat eine klare Grenze zu ziehen – er oder sie hat Klienten, keine Patienten.

Alle Aufträge, die in Richtung Therapie gehen, muss ein Coach ablehnen. Er hat immer noch genug zu tun mit  Problemen aus der Arbeitswelt, offenen Entscheidungen, Weichenstellungen im Leben etc – alles Fragen, für deren Klärung der Klient gesund und veränderungsbereit sein muss.

 Wer unter burnout leidet, ist weder das eine noch das andere: Da sind die Batterien leer.

Um die wieder aufzuladen, heißt die Devise: Erst eine Therapie machen – und mit den pragmatischen Fragen warten, bis man dafür wieder offen und handlungsfähig ist.  Bedauerlich, dass manche Anbieter dieses Vorher-Nachher verwursteln und als „Burnout-Coaches“ suggerieren, sie könnten Menschen mit akutem Erschöpfungssyndrom helfen.

Bin ich zukunftsfähig?

 Mein Klient redet schnell und begeistert: Er (51 Jahre) hat die neue Stelle bekommen, unser über fast  ein Jahr angestrebtes Ziel ist erreicht!

 Aber mit Feiern hält er sich nicht lange auf – er will  nicht nur gut durch die Probezeit kommen, sondern  darüber hinaus will er auch seine „Zukunftsfähigkeit“ erhalten. Schon bei Antritt der neuen Stelle fragt er sich, wie er zum einen seine Position im Unternehmen konsolidieren und ausbauen kann und zum anderen, wie er weiterhin interessant bleibt für den Arbeitsmarkt. „Employability“ oder Arbeitsmarktfähigkeit heißt das Stichwort, das die folgenden Fähigkeiten umfasst:

  •  Fachliche Kompetenz
  • Eine aktive Haltung, um Chancen nutzen zu können
  • Eigenverantwortliches und zielorientiertes Handeln
  • Gesundheitsverantwortung zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit
  • Ausdauer und Engagement
  • Lernbereitschaft
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Empathie
  • Fähigkeit zum Umgang mit ungewohnten Situationen
  • Frustrationstoleranz und Belastbarkeit
  • Offenheit gegenüber neuen Ideen und Erfahrungen
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Eine ganz schön lange Liste, nicht wahr? Um diese Eigenschaften zu hegen und zu pflegen, „leistet“ sich mein Klient jetzt noch ein Begleitcoaching – denn sich beim Ziele erreichen Unterstützung zu holen, findet er vollkommen in Ordnung.

Auf der Suche nach… dem Bauchgefühl

 

Als ich meinen Klienten kennen lernte, war er sichtbar zur Gelassenheit entschlossen. Sein Lachen war einen Tick zu laut, seine Körperhaltung etwas zu locker, sein Blick eher antrainiert gerade. Er sei eigentlich, sagte er, total entspannt, was seine berufliche Situation beträfe. Mit Mitte fünfzig hatte er eine verantwortungsvolle Position in einer Bank. Nur eins fehle ihm: Die Perspektive. Sollte das jetzt bis zur Pensionierung so weiter gehen oder sollte er noch mal “ranklotzen“ und sich eine neue Herausforderung suchen? Zurück in das Vielflieger-Leben, das er früher so gern geführt hatte? Um genau zu sein, meinte er, habe er nämlich etwas ganz wichtiges verloren: Sein Bauchgefühl.

Früher habe er eine innere Kompassnadel gehabt, die ihn immer zur richtigen Zeit an den richtigen Ort brachte. Aber jetzt? Es gebe ja viele interessante Stellenanzeigen momentan, aber irgendwie wisse er im Moment nicht recht, was oben und was unten ist.

Irgendwann in seinem anspruchsvollen Berufsleben hatte sich seine Intuition unbemerkt verabschiedet.  Wir kann man so was wieder finden? Gibt es da einen Erfahrungswert, a la recherche du Bauchgefühl? Kann man so was Unterbewusstes überhaupt bewusst ansteuern?

Ein Zeitschritt nach vorn. Kürzlich hatten wir unsere Abschluss-Sitzung. Das Coaching, meinte er, habe ihm viel gegeben, am besten: Sein Bauchgefühl sei wieder da. Es habe sich ja schon so eine Tendenz in unseren Sitzungen ausgeprägt, aber nun sei er sicher. Erstaunt hörte ich von einem unglaublich realistischen Traum, den er sich notiert hatte. Da ging es um unterschiedliche Wege in einen hellen, lichten Raum und um einen Beraterkoffer, der darauf wartete, mitgenommen zu werden.  Jetzt kenne er seinen Weg, sagte er mit einem echt entspannten Lächeln. Vielflieger-Dasein? Das hatte er ja zur Genüge.

Wie sollte Coaching sein: Ergebnisoffen oder zielorientiert?

Meinem Gegenüber war seine Rage anzumerken. Er habe am Wochenende ein „Beratungs-Seminar“ mitgemacht.  Der Seminarleiter habe ihn regelrecht in eine bestimmte Richtung drängen wollen – unmöglich, so was. Für ihn sei es auch ein Ergebnis, wenn zum Beispiel alles beim Alten bliebe, allerdings erst, nachdem man alles gründlich durchdacht hat. Ergebnisoffene Beratung eben.

Für viele Klienten ist genau das kein akzeptables Ergebnis. Der Gedanke, dass alles so bleibt, wie es ist, ist für sie unerträglich. Sie wollen „etwas“ ändern, sich neue Ziele setzen und diese auch erreichen.

Die Frage, wie sich der Klient das Ergebnis der Beratung vorstellt, ist deshalb Kernstück einer guten Zielvereinbarung am Anfang. Ob diese Erwartungshaltung dann auch noch realisierbar ist, ist die nächste Frage. Auch sie sollte gleich im Zielvereinbarungsgespräch geklärt werden. Dann kann man sich manche unerquickliche  Erfahrung sparen.

Neu: Spazier-Coaching – das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden

Eine Klientin brachte mich auf die Idee: „Eigentlich schade,“ sagte sie, „bei dem schönen Wetter drinnen zu sein. Ich sitze schon den ganzen Tag auf dem Hintern….“

Seitdem spazieren wir zusammen. Der Spaziergang als Möglichkeit, das Angenehme (Bewegung, Aufatmen im Grünen, Erholung vom Stress) mit dem Nützlichen  (gedankliche Bewegung, Perspektivwechsel, Reflektion, Ideenfindung)  zu verbinden, ist ja nicht gerade neu: Schon die alten Philosophen ambulierten gern für sich hin. Für mich als Coach ist es trotzdem spannend: Unbequem, sich nicht gleich Notizen machen zu können, ungewohnt, der „Schulterschluss“ mit Menschen, die sonst mein „Gegenüber“ sind. Gehen wir miteinander oder gibt eine/r das Tempo vor?  Wohin gehen unsere Gedanken beim Gehen?

 Meine Klientin ist jedenfalls begeistert. „Das Spaziercoaching ist super,“ sagt sie. „Das sollten Sie unbedingt weiter an den Mann bzw. an die Frau bringen…“

Sicher ist sicher und selbst denken ist out – oder?

Selbst das Ziel ansteuern war gestern, das macht jetzt das „Navi“. Müde werden auch, da meldet sich der  Müdigkeitssensor, damit die Augen offen bleiben. Steuert man „unachtsam“, korrigiert das Spurhaltesystem,  das Kollisionswarnsystem hält Abstand, der Fernlichtassistent blendet das Licht ab, der Bremsassistent hilft beim Nothalt, der Parkassistent beim Parken. Der neueste Trend beim Autofahren lässt sich mit den Worten „selbst denken ist out“ beschreiben. Immer mehr elektronische Helferlein nehmen dem Fahrer Verantwortung und gaukeln ihm Sicherheit vor.

Dumm nur, wenn sich urplötzlich das Wetter einmischt. Beim Blitzeis vor einer Woche ereigneten sich – trotz der Erfahrungen aus dem harten Winter – überdurchschnittlich viele Unfälle. Die Fahrer hatten vergessen, „ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen.“ Sie fuhren ohne Hirn. Die Fahrphysik schlägt dann erbarmungslos zu, egal wie viele „Assistenten“ man an Bord hat.

Schade, dass es noch keine Hirn-Einschaltautomatik gibt. Sie fragen sich, was das nun mit Coaching zu tun hat? Keine Ahnung, schreibe momentan im Auto-Skript-Modus….