Welche Firma passt zu mir?

Als Beraterin freue ich mich immer, wenn ich diese Frage höre. Warum? Sie zeigt einen eigenverantwortlichen Blick auf die Jobsuche – ich bin am Zug, ich wähle aus, nicht nur die anderen.

Aber wie macht man das, die „richtige Firma“ zu finden? Zunächst sollten Sie herausarbeiten, worauf Sie bei Ihrer Beschäftigung Wert legen. Genauso wie ein Arbeitgeber Profile erstellt für seine Bewerber. Wie sollte der Arbeitsplatz aussehen? Welche harten und weichen Fakten sind wichtig für Sie? Achten Sie dabei darauf, dass Sie auch Punkte mit Verhandlungsspielraum in Ihrer Liste haben. Nicht alles läuft 100% nach Wunsch, manchmal muss man ab und zu geben.

In einem zweiten Schritt können Sie Ihr Zielgebiet nach Arbeitgebern mit diesem Profil absuchen. Das Internet hilft bei dieser Suche. Es gilt, nicht nur die jeweiligen Firmenauftritte genau zu untersuchen – für die Bewerbung etwa – sondern auch Nachrichtenportale und geschäftliche Netzwerke wie Xing und LinkedIn. Hilfreich ist auch ein Blick „hinter die Kulissen“ bei Arbeitgeber-Bewertungsportalen. Hier stehen zwar oft sehr subjektive Eindrücke, aber genau darum geht es ja, wenn Sie auf der Suche sind nach einem Bauchgefühl für die passende Firma.

Mehr dazu erfahren Sie hier in einem Interview mit dem Arbeitssoziologen Norbert Huchler.

Enttäuschung für Bewerber: Das Versprochene war ein Versprecher

 

Ein Kurswechsel im Leben ist immer eine Herausforderung. Allerhand Neues und Unbekanntes wartet auf einen: Schon allein, die passenden Jobanzeigen zu finden, den richtigen Ton in der Bewerbung anzuschlagen, Ausdauer zu zeigen, wenn Absagen kommen, ist schwierig.

Häufig aber machen Bewerber zu alledem eine besonders ärgerliche Erfahrung; Es werden Zusagen gemacht, die nicht eingehalten werden.  Eine telefonische Einladung zum zweiten Vorstellungsgespräch, zum Beispiel. Und einen Tag später liegt die schriftliche Absage im Briefkasten. Oder ein Firmenwagen wird zugesagt, bei Stellenantritt aber ist plötzlich kein Budget mehr dafür da. Oder ein bestimmter Ansprechpartner für die Einarbeitung, der beim Jobantritt nicht mehr im Unternehmen ist. Oder, oder, oder…

Bei manchen dieser Zusagen hört man dann, dumm gelaufen, das war ein Missverständnis. Damit ist die Verantwortung geschickt auf den Zuhörer, also auf den „Neuen“ abgewälzt. Nachdem ich immer wieder von meinen Klienten davon höre, muss ich schließen, dass nicht nur unprofessionelles Verhalten, sondern oft auch Kalkül dahinter steckt. Ist der Bewerber erst mal geködert, stellt sich das Versprochene als Versprecher heraus. Eine rechtliche Handhabe hat der Neuzugang in den seltensten Fällen . Vertrauensvolle Arbeitsbeziehungen entstehen unter solchen Vorzeichen nicht. Aber wer so handelt, legt darauf auch keinen gesteigerten Wert…

Lassen Sie daher gemachte Zusagen im Vertrag festhalten, empfiehlt Ihnen Ihr Frankfurter Coach Wiebke Sponagel.