Panik vorm Präsentieren?

Es fängt ganz leise an, Tage vor dem Termin. Der Schlaf leidet, man stellt sich immer wieder die Situation vor, in der man da steht, vor der Runde, um etwas Substantielles zu sagen, obwohl das Herz bis zum Hals schlägt und die Stimme versagt. Alle schauen, alle erwarten etwas, und – nichts geht? Das Präsentieren wirkt verhuscht und misslungen, noch bevor es anfängt?

Ein wunderbares Horrorszenario, in das man sich richtig hinein steigern kann. Schlimmer geht immer. Und wenn man dann so leidet, wendet man Vermeidungstechniken an, drückt sich, wo möglich, wird vielleicht sogar krank zum Präsentationstermin. Aber richtig weiter führt das nicht.

Wir leben in einer Marketing-Gesellschaft. Das Präsentieren, auch das schnelle und erinnerbare Selbstdarstellen, manchmal „elevator-pitch“ genannt, gehört zum (beruflichen) Alltag. Wer das nicht kann, muss entweder für sich eine Nische suchen oder er geht unter.

Die andere Variante ist, den Bammel vorm Präsentieren endlich mal anzupacken. Zwar haben wir hier in Deutschland keine „Public Speaking“-Kultur wie in GB, wo man das Freie Sprechen von Kindesbeinen an lernt, aber trotzdem, lernen kann man das auch hier. Es braucht dazu ein bisschen Mut, Zeit und einen guten Unterstützer, der hilft, sich mit den eigenen Sicherheiten und Unsicherheiten auseinandersetzen. Dann geht es plötzlich. Man lernt das Präsentieren als Darstellungskunst kennen und vielleicht sogar schätzen. Denn wenn man das kann, macht es sogar Spaß. Auf jeden Fall sind die schlaflosen Nächte dann vorbei…

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