Null Bock auf den Job – Motivationskrise

Mein Klient erwischt sich dabei, morgens bleischwer im Bett zu liegen – die Nacht war nicht erholsam, die Probleme am Job und er, sie lassen einander nicht los. Er sagt, er hat keinen Bock mehr, zur Arbeit zu gehen. Täglich erwarten ihn mehr Probleme als Lösungen.

Was tun?

Wer sich dazu im Internet umtut, findet  unter „der Chef will hinschmeißen“  diesen relativ frischen Artikel bei ZEIT-Karriere . Da empfiehlt eine Beraterin  dem betroffenen Vorgesetzten  ein vier-Punkte-Programm, um mit dem Motivationstief umzugehen. Hilft‘s?  Die Kommentare jedenfalls legen das Gegenteil nahe. Aber diese Erwartung ist auch einfach zu hoch gegriffen – Empfehlungen in einem Artikel können wohl kaum eine handfeste Motivationskrise lösen.

Interessantere Fragen blieben leider auch außen vor. Was, wenn mein Klient oder der Vorgesetzte im Artikel wirklich hinschmeissen würden? Brauchen sie dafür eine Erlaubnis von außen? Heißt „Hinschmeißen“ versagen? Oder Auf-sich-Achten? Kann man unter Stress die Folgen einer solchen Entscheidung überhaupt sehen? Oder steckt man dafür zu sehr im Nebel? Ist dann also weitermachen die einzige Alternative oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Mein Klient hat inzwischen seine Lösung gefunden – allerdings nicht in der Zeitung.