Neue Studie bestätigt: Arbeit kann krank machen

 

Neulich im Supermarkt. Ein Kleinkind greift ins Süsswaren-Regal,  darauf die Mutter: „Das ist bäh, Schatzi!“  Genauso, dachte ich,  geht es uns Erwachsenen mit der öffentlichen Auseinandersetzung. Bestimmte Inhalte sind offenbar „bäh, Schatzi“, zum Beispiel  Integration, Sarrazin, Altern, Krankheit – all so Sachen, die nach Auffassung mancher stören. Depression ist auch so ein Thema – Grund genug für professionelle Warner, genau davon zu sprechen.

 Ungern wird zum Beispiel die Behauptung gesehen, dass bestimmte Arbeitsbedingungen krank  machen. Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat diesen Verdacht erneut bestätigt. Eins der Ergebnisse: Männer reagieren auf unzumutbare Arbeitsbedingungen eher mit Bluthochdruck,  Frauen eher mit Depressionen. 

 Wie viele Studien zuvor prognostiziert und bestätigt auch diese einen deutlichen Anstieg dieser arbeitsbedingten Krankheiten. Und wie immer erleben die Beteiligten die Entkoppelung von Ursache und Wirkung –  der Menschenverschleiss in der Arbeitswelt geht ungemindert weiter, die Sozialsysteme zahlen. Wirklich bäh-Schatzi, das Ganze, oder?

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