Jobwechsel ohne „verbrannte Erde“

Neulich beim Coaching. Mein Klient, Ende zwanzig, denkt laut über einen Jobwechsel nach: Das sei ja fast wie Schluss machen mit einer Geliebten, meint er. Mir steht ein Fragezeichen auf der Stirn – diese Art der emotionalen Verbandelung mit dem Arbeitgeber kann ich nicht nachvollziehen. Mein Klient erklärt es mir: Er habe ein enorm schlechtes Gewissen, es sei doch schließlich sein erster Arbeitgeber nach dem Studium gewesen. Die Atmosphäre sei einfach prima, seine Kollegen allesamt seine Freunde und mit seinen Vorgesetzten verstehe er sich auch so gut – allerdings habe er den neuen Vertrag schon unterschrieben. Die Konditionen beim künftigen Arbeitgeber seien einfach besser. Ob und wie ihm wohl ein ordentlicher Abschied gelingen kann, fragt er und fügt hinzu: Er habe im Internet gelesen, man solle keine „verbrannte Erde“ hinterlassen.

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Was geschieht im assesment-center?

Fast könnte man sagen, es ist chic geworden, das Assessment-Center. Es wird gern und oft angewendet: Um sich  von Menschen zu trennen, die in umstrukturierten Firmen keinen Platz mehr haben, oder um Bewerber anzuheuern. Die Methode soll fair und objektiv sein, sagen die Anwender.  Sie geht  auf Rekrutierungsverfahren der deutschen Wehrmacht und später der US Army zurück.

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Verschieben oder nicht verschieben…?

Bestimmt kennen Sie das auch. Die Leiche im Keller, das unvollendete Werk – gut ist einfach nicht gut genug, und morgen ist ja auch noch ein Tag. Das kann eine akademische Arbeit sein, oder ein Bericht, der längst fällig ist, oder eine Rechercheaufgabe, bei der noch ein paar Quellen fehlen, oder, oder, oder. Irgendwie gelingt es einfach nicht, die Sache zu Ende zu bringen. Man verschiebt die Angelegenheit, bis keiner mehr danach fragt. Oder bis das Ganze richtig peinlich wird.

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Coach oder Couch? Welche Unterstützung brauche ich?

„Vielleicht bin ich gar nicht richtig bei Ihnen …“ sagt die Stimme am Telefon. Es geht um die Abgrenzung zwischen Coaching und Therapie. In der Tat habe ich schon manche Interessenten in therapeutische Behandlung geschickt. Was unterscheidet Therapie und Coaching?

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Kann man „teamplayer“ lernen?

Diese Frage hörte ich unlängst von einem Klienten. Er ist immer seinen eigenen Weg gegangen, sagt er, nach einer erfolgreichen Karriere als Libero und Generalist. Neuerdings fordert man nach einer Umstrukturierung von ihm wieder „Teamplayer-Qualitäten“.

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Plötzlicher Karrierestop – woran liegt’s?

Manche Menschen machen alles richtig. Sie studieren erfolgversprechende Fächer, sie suchen rechtzeitig nach den aussichtsreichsten Praktika, sie bekommen den passenden Arbeitsplatz, sie arbeiten sich gut ein, und kommen ein, zwei Karriereschritte voran.

Doch dann plötzlich geht es nicht mehr weiter. Es ist, als wenn eine imaginäre und nicht überwindbare Schranke da wäre. STOP, sagt sie, bis hierhin und nicht weiter. Plötzlicher Karrierestop – woran liegt’s? weiterlesen

Beruflicher Neustart mitten im Leben?

Mein Klient schaut auf den Boden neben sich, stockend sagt er „… ich glaube, dafür fehlt mir die Fantasie …“ Eine Vision seines künftigen beruflichen Selbst jenseits der bisherigen Inhalte zu entwerfen, empfindet er als kaum zu bewerkstelligende Herausforderung.

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Eine Gehaltserhöhung verhandeln – aber wie?

Das neue Jahr hat schon ein paar Wochen auf dem Zähler, das Hamsterrad läuft wieder auf vollen Touren. Für die Menschen im Rad gilt der übliche Appell: Leidenschaft zeigen! Es ist fast eine Liebesbeziehung, die da eingefordert wird, mit totalem Engagement und völliger Hingabe… kein Wunder, dass die Betroffenen vor lauter Engagement „vergessen“, auf ihre Belange und Anliegen zu achten.
Ein Anliegen, das an oberster Stelle stehen sollte, ist der Selbsterhalt, zu dem neben Sport die Achtsamkeit für genügend Erholpausen und Reflexionszeiten gehört. Würden sich die Menschen im Rad dies zugestehen, dann würden sie vermutlich schnell drauf kommen, dass sie ihrem Arbeitgeber einen Berg Überstunden schenken und ihren eigenen Wert „vor lauter lauter“ nicht ausreichend darstellen. Eine solche Darstellung ist das Gehaltsgespräch. Es sollte klug vorbereitet werden, Zug um Zug, wie ein Schachspiel. Wer sich da überfordert fühlt, sollte sich Unterstützung holen, sonst setzt ein nachhaltiger „Wertverlust“ der eigenen Arbeitskraft ein.
Gehaltserhöhung verhandeln, siehe SPIEGEL Karriere

Erfolg im Jahr 2016

Das Neue Jahr ist noch jung, die guten Vorsätze auch. Wenn Sie planen, einen deutlichen Karriereschritt in 2016 zu machen und noch nicht genau wissen, wie, schadet es nicht, sich für diesen Plan Unterstützung zu holen.
Wie schaffe ich es, 2016 erfolgreich zu meistern – zu diesem Thema hat mich am 2.Januar Petra Thiele von SWR 2 befragt. Wenn Sie mögen, hören Sie doch mal rein in das Interview.

Ihnen gutes Gelingen beim Umsetzen Ihrer Pläne!

Karrierecheck: Wo bin ich grad, wo will ich hin?

Machen und Tun, von Tag zu Tag, von Woche zu Woche – das ist für die Meisten von uns Programm. Die allgemeine Machseligkeit führt dazu, dass die Lemmingmasse meint, Nachdenken sei irgendwie uncool. Man macht halt immer weiter, beobachtet sich dabei irgendwie, kurz vor dem Eischlafen vielleicht, und denkt, so kann’s nicht weiter gehen.
„Wenn ich nur erst mal das und das hinter mir hab, dann gönne ich mir die Ruhepause zum Überlegen,“ sagt man sich. Und am nächsten Tag geht’s weiter wie bisher.
Die inneren Fragen „wo bin ich grad und wo will ich hin“ machen aber auch keine Pause. Sie werden immer lauter, verstummen werden sie nicht. Dabei braucht es gar nicht sooo viel Zeit, um mal eine Zwischenbilanz zu ziehen. Man kann das auch in kleinen Häppchen tun, mit einem neutralen Gesprächspartner…und jetzt, wo die Tage dunkler werden, ist sicher guter Moment dafür.

Kernfragen:
Ist, was ich tagtäglich tue, sinnvoll?
Welche Rollen in meinem Leben fülle ich mit Überzeugung, welche würde ich lieber loswerden?
Weiß ich, was Muße ist?
Wie gehe ich mit meiner Lebenszeit um – oder geht sie mit mir um?
Wenn ich meiner momentanen Lebensphase einen Buchtitel geben würde, wie hieße der?
Welche Ziele habe ich, privat und in der Karriere?
Wie viel von meinem Leben gehört mir, wie viel davon anderen?