Geschenktes Glück, Coaching als Geschenk?

 

„Schenken Sie Glück“, lautet die Werbebotschaft eines Anbieters aus dem Luxussegment, die funkelnde Brillianten an einer schlanken Frauenhand zeigt. Weihnachtszeit, Geschenkezeit. Wenn es Glück in Tüten gäbe, wären die inzwischen Mangelware. So aber sucht der Weihnachtskunde Stellvertreter dafür, oder wenigstens Geschenke, die anders sind, die Sinn versprechen.

Entsprechend sind Socken out, Wellnessgutscheine und Verwöhnwochenenden aber in. Auf dieser Welle schwappen  zur Zeit etliche Anfragen nach Geschenkgutscheinen für Coachings zu mir rein. Ein Coaching bitte, mit rotem Schleifchen, vom Schenkenden zweifellos gut gemeint. Genau das ist der Haken an der Sache,  fast so wie bei den Socken früher: Der Beschenkte nimmt die Gabe artig an, denkt sich aber: Was soll ich bloß damit?

Es tut mir jedes Mal leid, die eifrigen Stimmen am Telefon einzubremsen, denn Coaching ist keine Gurkenpackung – zumal auch nicht jeder Gurkenpackungen mag. Sein Erfolg hängt ganz elementar von einer Kraft ab: Der Eigenmotivation des Klienten. Der Klient muss es selbst wollen, ein „verschriebenes“ Coaching wird nicht funktionieren. Das kann man sich also gleich schenken, wenn man es wirklich gut meint.

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