Ein besseres Gehalt verhandeln – wie geht das?

Wie es ist…

Jeder Karriereschritt sollte von einer Gehaltssteigerung in Höhe von mindestens zehn bis fünfzehn Prozent begleitet sein, manchmal auch mehr. Sollte. Immer wieder begegne ich engagierten Mitarbeitern, die „kurzfristig eingesprungen“ sind. Sie haben für ihr Unternehmen eine Führungsposition übernommen, weil umstrukturiert wurde und „sonst niemand in Frage kam“. Sie haben mehr Verantwortung, mehr Arbeit – mehr Gehalt aber haben sie „erst mal“ nicht. Dieses „erst mal“ dehnt sich dann „überraschenderweise“ so lange aus, bis sich alle dran gewöhnt haben. Bis allein die Frage nach mehr Gehalt durch das eigene Verhalten ausgehebelt wird: Für das Unternehmen geht es ja längst so, wie es geht – warum dann mehr Geld dafür hinlegen?

…und wie es sein könnte

Es ist also ratsam, bei einem solchen Schritt gleich die entsprechende Gegenleistung vom Unternehmen einzufordern – dann, wenn die Firma eine/n braucht. Dann nämlich hat man/frau die beste Verhandlungsposition. Das Gleiche gilt für sonstige Gehaltforderungen während der Anstellung: Am besten verhandelt es sich, wenn man/frau grad einen Erfolg für das Unternehmen hat einfahren können. Wichtig dabei auch: Stellen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein – bedenken Sie vorher, mit welchen Einwänden zu rechnen ist und wie Sie ihnen begegnen wollen. Nicht alle „allgemeinen Verhandlungstipps“  sind für den für Sie zuständigen Verhandlungspartner geeignet. Es lohnt sich auf jeden Fall, individuell vorbereitet in so eine Verhandlung zu gehen.