Keine Couch beim Coach

Couch oder Coach? Wann brauche ich Therapie, wann Coaching?

Manche Unterschiede fallen zunächst gar nicht auf. Beim Therapeuten gehört die Couch zum Mobiliar, beim Coach nicht. Im Coaching finden Sie vermutlich zwei gleich aussehende, sich gegenüber stehende Sessel – beim Therapeuten nicht unbedingt. Was will uns das sagen?


Die Liege sagt „hier darfst du entspannen und dich der Führung des Therapeuten anvertrauen“. Die beiden gleichberechtigten Sessel sagen „hier bist du auf Augenhöhe mit Deinem Gegenüber“. Weiter auf die Beratungssituation bezogen heißt das: Therapie nehmen Sie in Anspruch, wenn Ihre seelische Gesundheit aus welchen Gründen auch immer angeschlagen ist, wenn Sie eine innere Pause brauchen, um sich gegenüber bestimmten Herausforderungen neu aufzustellen. Burnout ist so ein Anlass, der definitiv zum Therapeuten gehört und nicht zum Coach.

Wenn Sie aber nach wie vor handlungsfähig sind, aber vielleicht zu viele Handlungsoptionen haben und diese mit einem neutralen Gegenüber evaluieren möchten, sind Sie beim Coach richtig. Hier behalten Sie das Heft der Selbststeuerung in der Hand, hier gibt es keine Rezepte, allenfalls Empfehlungen – was Sie dann tun, entscheiden Sie. Mit dem Coach klären Sie, wie diese Entscheidungen in Ihr Leben passen, ob vielleicht eine Verhaltensänderung Ihre Position in beruflichen Kontexten stärkt, wie Sie bestimmte Konflikte anpacken können und vieles mehr. Auf jeden Fall bleiben Sie Chef in Ihrem eigenen Leben – mit einem kreativen Unterstützer an Ihrer Seite.

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