Angst vor Kritikgespräch mit dem Mitarbeiter?

 

Ich blicke in ein Gesicht mit Sorgenfalten. Es gehört der Führungskraft eines großen Unternehmens. Ich höre immer wieder die Worte „Vertrauen und Respektlosigkeit“.

Die Führungskraft hat sich eine „Schlange an die Brust“ gesetzt. Sie hat den neuen Mitarbeiter als Stellvertreter für sich ins Unternehmen geholt, ihr vertraut und Freiräume gegeben. Kaum dass die Probezeit beendet ist, kommt es zu massiven Konflikten. Der Mitarbeiter überschreitet seine Kompetenzen, unterschreibt, wo er nicht unterschreiben darf, äußert vor versammelter Mannschaft Kritik am Führungsstil meines Klienten.

Er hat mit großer Treffsicherheit den Nerv getroffen. Mein Klient meinte, mit „Vertrauen und Freiraum“ führen zu können. Die Kehrseite der Medaille: Mein Klient scheut Konflikte, geht ihnen lieber aus dem Weg, meint, das erledigt sich schon von selbst.

Nun hat er den Salat. Er hat ein Kritikgespräch mit seinem Stellvertreter anberaumt, vor dem ihm selbst die Hosen flattern. Er wird, sagt er, „innerlich ganz klein“, wenn er dem entgegensieht. Dies mit Unfähigkeit gleichzusetzen, wäre sträflich – es ist ein „wunder Punkt“ in einem sonst hochkompetenten Persönlichkeitspuzzle.

Was tun? Der Weg, der vor uns liegt ist nicht einfach, aber gangbar und schon erprobt. Und noch etwas. Der Mann ist mit seinem Problem nicht allein; wie dieser Beitrag aus dem Coaching-Newsletter von Christopher Rauen zeigt.

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