Als Job-Anfänger „nein“-Sagen zu Überstunden?

Keine einfache Situation, als Berufseinsteiger. Man ist froh über den Job, und doch noch nicht firm in „Firmenpolitik“ und „Selbstmarketing“. Auf jeden Fall will man zeigen, dass sich das Vertrauen des Arbeitgebers lohnt. Also heißt es richtig loslegen, Begeisterung und Einsatz zeigen, und zwar mehr als „normal“: Überstunden! Gerade ein Job-Anfänger will ja wahrgenommen und gesehen werden, mehr noch, will ankommen im neuen System. Versteht sich von selbst, dass man sich erst mal „von der besten Seite“ zeigt, also viel arbeitet – oder nicht?


Angeblich gibt es ja eine die dieser Hinsicht sehr klare Generation „Y“ derer, die nach 1980 geboren sind, und von vornherein auf ihre „work-life-balance“ achten. Und angeblich sind auch Arbeitgeber achtsamer geworden, stellen sich ein auf die Wünsche der demographisch schlankeren Kohorte von Jobanwärtern der Generation Y.
Unterm Strich aber muss jeder für sich einen Weg finden, mit den Erwartungen an die eigene Arbeitskraft umzugehen. „Erwartungsmanagement“ betreiben, von Anfang an. Das heißt nicht, prinzipiell Überstunden abzulehnen, aber dennoch klar Grenzen zu setzen und diese auch zu vertreten. Denn nur, wer zwischendurch die Akkus aufladen kann, kann auch weiter effizient arbeiten. Und außerdem: Wer schon als Arbeitsbiene bekannt ist, wird es ungleich schwerer finden, die hohe Erwartungshaltung von Kollegen und Vorgesetzten wieder runter zu schrauben.

Gestern wurde ich im Deutschlandradio-Wissen zum Thema Berufseinstieg und work-life-balance befragt – hier geht es zu dem 10-minütigen Beitrag.

Mehr zu work-life-balance als Berufseinsteiger online.

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